Schaefchn
Getrübtes Glück

Meistens, allermeistens, übersteigt unsere Fantasie die Realität. Meistens ist das, was wir uns vorstellen, erträumen und wünschen so viel schöner als das, was wirklich in unserem Leben geschieht.

Aber manchmal eben auch nicht.

Manchmal passieren Dinge in unserem Leben, die alles übertreffen, was man sich je erträumt hat. Die besser sind als jeder Traum. Und wenn solche Dinge geschehen, dann ist das oft schwer zu begreifen. Zumindest für mich.

Der Alltag ist wie er ist, so war er schon immer. Man träumt von einem besseren Leben, davon, dass das Unmögliche passiert. Und wenn dann wirklich etwas geschieht, kann man es kaum fassen. Zu schön, um wahr zu sein, so heißt es doch. Und ich glaube fast, dass sich dieses Sprichwort so tief in unseren Herzen verankert hat, dass wir an das wahre Glück wirklich nicht mehr glauben können.

"Irgendwo muss doch der Haken sein!", diese Worte hört man oft in Verbindung mit einem unwiderstehlichen Angebot. Und so kommt es, dass minderwertige Ware zu horrenden Preisen verkauft wird, denn was gut ist, das ist bekanntlich auch teuer. Medizin, die schmeckt, wirkt dem Volksmund nach nicht, also nehmen wir lieber die widerliche, denn auf ihre Wirkung können wir vertrauen.

Wie kann das sein? Wieso müssen wir immer nach dem Haar in der Suppe suchen? Wieso können wir das Glück nicht genießen, wenn es uns nun schonmal den trüben Alltag versüßt? Wieso kann ich es nicht?  

28.2.08 17:12


Sag du mir, wer ich bin...

Wie oft im Leben sind mir schon diverse Ausführungen von Fragebögen untergekommen. Wie heißt du, wie alt bist du, wo wohnst du... All diese Fragen, deren Beantwortung ohne Nachdenken geschieht.

Es gibt allerdings auch andere Fragen und manche davon lassen einen lange Zeit nicht los. Was glaubst du, welche dieser "Eigenschaften" am meisten über dich aussagt? Und dann werden so einige Dinge aufgezählt. Deine Tätigkeit als Schüler, dein Alter, deine Nationalität, deine Religion und vieles mehr.

Ich bin Schülerin, ja. Wenn ich dir das verrate, kennst du dann meinen Charakter? Es besagt, dass ich etwa zwischen 6 und 20 Jahre alt bin und wahrscheinlich den Großteil eines jeden Tages in einem stickigen Gebäude verbringe, um mich belehren zu lassen.

Ich bin 17. Jugendliche. Noch nicht volljährig, in der Zwischenphase von Kind und Erwachsenem. Aber was sagt das über mich aus? Vielleicht mache ich gerade meinen Führerschein, vielleicht gehe ich zur Schule, vielleicht arbeite ich. Womöglich geh ich auf Parties, nehme Drogen und bin mehrmals im Vorstrafenregister verzeichnet. Wahrscheinlich bin ich widerspenstig und rebelliere gegen meine Eltern und meine Umwelt.

Ich bin Deutsche. Es ist also anzunehmen, dass ich helle Haut habe. Doch habe ich auch blaue Augen und aschblonde Haare, trage ich Lederhosen und trinke zu viel Bier? Bin ich womöglich ausländerfeindlich, ein Nazi sogar oder versinke ich im Boden vor Scham über die Geschichte "meines" Landes? Bin ich stolz, Deutsche zu sein?

Ich bin Christin. Ich glaube an Gott. Doch bedeutet das, dass ich jeden Sonntag in die Kirche gehe und mit einer Bibel unter dem Kopfkissen schlafe? Bin ich evangelisch oder katholisch? Vielleicht nehme ich meinen Glauben sehr ernst, vielleicht ist es auch nur Tinte auf dem Papier. Möglicherweise trage ich eine Kette mit einem Kreuzanhänger um den Hals.

Also, was bin ich? Wie bin ich, wer bin ich? Was sagt wirklich etwas über mich? Im Endeffekt sind all das nur Vermutungen, die jemand anstellen könnte, wenn er liest, "wer" oder "was" ich bin. Es sind Vorurteile. Denn all diese "Eigenschaften" treffen auf tausende Menschen zu, nichts von ihnen sagt wirklich etwas über mich aus. Es sind unterschiedliche Schubladen, in die Menschen von anderen Menschen gesteckt werden.

Wir wissen kaum etwas über einen Menschen und schon glauben wir, ihn genau zu kennen, ihn einschätzen und vielleicht über ihn urteilen zu können. Jetzt weißt du, dass ich Schülerin bin, 17, Deutsche und Christin. Glaubst du, du kennst mich jetzt?

16.10.07 17:04


<3-lich Willkommen

Eigentlich habe ich nichts zu erzählen. Eigentlich bin ich nur ein vollkommen normales, durchschnittliches, alles andere als außergewöhnliches Mädchen.

Aber eigentlich auch nicht. Denn was ist schon normal? Da jeder Mensch anders ist und keine zwei sich genau gleichen, kann man auch nicht behaupten, dass normal das ist, was alles anderen sind.
Und selbst, wenn es etwas gebe, was man als normal oder durchschnittlich bezeichnen könnte - das absolute Mittelmaß sozusagen - dann wäre die Frage, ob es wirklich erstrebenswert ist, so zu sein?

Das, was diesen Blog bald füllen wird, sind meine alltagsphilosophischen Gedanken, nicht mehr und nicht weniger. Ich schreibe für niemanden und für jeden, denn ich möchte in eine Welt entführen, in der es kein normal gibt...

15.10.07 22:22


Fühle ~ den Regen ~ auf deiner ~ Haut


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